Abgastemperatur:

Die Abgastemperatur ist die am Kesselende (Abgasstutzen) gemessene Temperatur.

Abgasverlust:

Der Abgasverlust ist die Wärmeleistung, die ungenutzt mit den Abgasen den Kessel verlässt. (Diesen Wert finden Sie in den Überprüfungsprotokollen.)
100-Abgasverlust = feuerungstechn. Wirkungsgrad.

Bereitschaftsverlust:

Der Bereitschaftsverlust ist der Wärmeaufwand, der erforderlich ist, um den Kessel auf einer bestimmten Temperatur zu halten, wenn keine Wärmeleistung abgenommen wird. Er wird als relativ zur Feuerleistung angegeben.

Blaubrenner:

Seine Arbeitsweise entspricht der des Gelbbrenners, die Flamme ist jedoch bläulich. Die optimale Verbrennung entsteht über die 2- Stufenverbrennung: Vergasen – Verdampfen und Verbrennung der Schwelgase (wie ein Gasbrenner). Vorteil dieses Brennsystems ist die geringe Stickoxid-Bildung.

Brennwert B:

Energieinhalt von Brennstoffen bei Nutzung der Kondensationswärme (siehe auch Heizwert). Der Brennwert kann nur in sogenannten Brennwertgeräten genutzt werden, die bisher kaum Verbreitung gefunden haben. Der Brennwert ist die Basis der Gasabrechnung. Bei Kostenvergleichen ist deshalb ein Energieabzug von rund 10% bzw. eine Preiserhöhung von rund 10% bei Erdgas vorzunehmen, um mit Brennstoffen, deren Preisgrundlage der Heizwert ist, vergleichen zu können.

Emissionen:

Abgabe von Teilchen oder Wellen sowie von verunreinigten Stoffen (z.B. Abgase) an die Außenluft. Für viele gibt es Emissionsgrenzwerte. Sie werden in Tonnen, Kilogramm, Gramm, Milligramm, Mikrogramm angegeben und auf eine Energieeinheit, wie zB. kWh oder Kilojoule oder das Abgasvolumen bezogen.

Energieeinheiten:

Nach dem Gesetz über die Maßeinheiten sind nach internationalen Vereinbarungen für Wärmeenergie das JOULE und die KILOWATTSTUNDE festgelegt. Die bisherige Bezeichnung Kilokalorie ist nicht mehr zu verwenden. Zur Umrechnung dienen die unten angegebenen Umrechnungsfaktoren.

Energieträger
Heizwert (H) je Einheit in kWh
Jahresnutzungsgrad mod. Kesselanlagen
1 Liter HEL entspricht ca.
Heizöl Extra Leicht (HEL) 10,0 kWh/l 85-90 % 1,00 l
Steinkohle 7,0 kWh/kg 70-75 % 1,71 kg
Erdgas (atmosphär. Kessel) 9,5 kWh/m³ 84-88 % 1,08 m³
Fernwärme 1,0 kWh 95,98 % 9,18 kWh
Nachtspeicherheizung 1,0 kWh 98-100 % 9,00 kWh
Tagstromheizung 1,0 kWh 98-100 % 9,00 kWh

 

Erdgas oder Methan CH4:

Erdgas besteht aus Methan, eine Verbindung von Kohlenstoff und Wasserstoff. Daneben weist es Spuren anderer Kohlenwasserstoffe und einen geringen Anteil an Stickstoff auf. Erdgas ist brennbar; es brennt bei einer Mischung von
5 bis 15 % Erdgas in der Luft.

Feuerleistung QB:

Die Feuerleistung ist die Wärmeleistung, die der Feuerung des Heizkessels mit dem Brennstoff zugeführt wird, wobei der Heizwert H zugrunde gelegt wird.

Gelbbrenner

Ein Brennsystem, dessen äußeres Kennzeichen eine gelbliche Flamme ist.(Optimierungskriterien sind ein hoher Wirkungsgrad und die Reduktion der Schadstoffemission.) Gelbbrenner haben einen Marktanteil von über 90%.

Heizwert H

Der Heizwert ist die Wärmemenge, die bei der Verbrennung in Heizgeräten nutzbar gemacht werden kann. Die Qualität der Heizungsanlage ist entscheidend für die optimale Verwertung der Brennstoffenergie. Die Heizwerte der üblichen Brennstoffe sind in der nachfolgenden Tabelle angegeben. Hu (alte Bezeichnung) = unterer Heizwert, ohne Nutzung der im Abgas vorhandenen Wasserdampf-Energie.

Imissionen

Imissionen sind die Einwirkung der Luftschadstoffe auf Menschen, Tiere, Pflanzen und Bauwerke, die oft erst weiter entfernt vom Ursprungsort wirksam werden. Deshalb ist bei geplanten örtlichen emissionssenkenden Maßnahmen immer zu prüfen, ob die Luftbelastung nicht durch den weiträumigen Transport von Schadstoffen stark beeinflußt wird.

Jahresnutzungsgrad

Kein Heizgerät kann bei der Verbrennung die im Brennstoff enthaltene Energie verlustfrei umwandeln. Die abgegebene Nutzwärme kann aber durch die moderne Kessel- Brenner -und Regelungstechnologie bei der Ölheizung bis ca. 90% verwertet werden.

Kalk:

Regenwasser reichert sich in der Atmosphäre mit Kohlensäure an. Wenn der Regen auf die Erde kommt, werden von der Kohlensäure Kalksalze aufgelöst – je nach Bodenbeschaffenheit mehr oder weniger. Das Wasser „schleppt“ die Kohlensäure-Kalkverbindung mit, z.B. als Calcium-Hydrogen-Carbonat. Diese Stoffe können sich dann in den Installationen des Hauses festsetzen.

Wie teilt man hartes Wasser ein?

Es gibt verschiedene Härtebereiche, die in °d gemessen werden (°d = Deutscher Härtegrad)
(1°d = 1,78 g Kalk je 100 l Wasser).

Härtebereich 1
(0-7°d bzw. 0 – 1,3mol/m³)
= weiches Wasser mit aggressiven Eigenschaften.

Härtebereich 2
(7-14°d bzw. 1,3 – 2,5 mol/m³)
= mittelhartes Wasser.

Härtebereich 3
(14-21°d bzw. ab 3,8 mol/m³)
= hartes Wasser.

Härtebereich 4
(ab 21°d bzw. ab 3,8 mol/m³)
= sehr hartes Wasser.

Beispiel: Bei einem Wasser mit 20°d und einem monatlichen Wasserverbrauch von 25 m³ werden pro Jahr mehr als 100 kg Kalk von diesem Wasser in die Hauswasserinstallation mit eingebracht! Schon 1mm Kalkablagerung auf Heizflächen erfordert 10% mehr Energieaufwand!

Deutsche Härtegrade im Bezirk Neunkirchen…

 

Kesselnennwärmeleistung:

Ist die stündlich an das Heizwasser abgegebene nutzbare Wärmemenge, angegeben in Kilowatt.

Kohlendioxid CO2:

Ein farbloses, unbrennbares, schwach säuerlich riechendes und schmeckendes Gas. Ist ein natürlich vorhandener, für das Pflanzenwachstum unerlässlicher Bestandteil der Luft. Es gibt Hinweise, dass eine steigende CO2-Konzentration zur Erwärmung der Erdatmosphäre beiträgt.

Kohlenmonoxid CO:

Ein farbloses und geruchloses Gas, das für Mensch und Tier sehr giftig ist. Es verbindet sich aber rasch mit dem Sauerstoff der Luft und wird zu Kohlendioxid.

Modulierende Brennertechnik

ermöglicht die vollautomatische Leistungsanpassung an den tatsächlichen Wärmebedarf des Hauses. – Bei konventionellen Brennern gibt es häufige Ein- u. Ausschaltphasen

Niedertemperaturkessel:

Ist Stand der Technik. Seine Wassertemperatur (Vorlauf) gleitet selbstständig zwischen ca. 30° und 70° C. Niedertemperaturkessel haben geringe Abstrahlungsverluste.

Normnutzungsgrade:

Der Normnutzungsgrad ist eine neutrale Vergleichsgröße und macht daher die Energieausnutzung unterschiedlicher Wärmeerzeuger miteinander vergleichbar. Der Normnutzungsgrad ist unabhängig von der eingesetzten Energieart und Heiztechnik.

1A-Notruf

Rufen Sie einfach die Telefonnummer 02622 / 1704 an, 24 Stunden am Tag

Ozon O3:

Dieses Gas entsteht durch Einwirkung ultravioletter Strahlung auf die obere Erdatmosphäre. Es wird aber auch in den erdnahen Schichten bei gleichzeitigem Auftreten von Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen unter Sonneneinstrahlung gebildet.

Schwefeldioxid SO²:

Entsteht aus dem Brennstoffschwefel und wurde bis vor einier Zeit als Leitsubstanz für Luftverunreinigung angesehen (Jetzt NOx) Durch Verwendung schwefelarmer Brennstoffe und durch den Einbau von Filteranlagen in Großfeuerungen ist die Schwefelbelastung in Österreich erheblich zurückgegangen, sodaß der behördliche Grenzwert fast überall unterschritten wird. Schwefeldioxid spielt allerdings beim weiträumigen Transport von Luftschadstoffen noch eine gewisse Rolle.

Staub und Ruß:

Die moderne Ölheizung erreicht die Rußziffer Null; das bedeutet, dass die Abgase frei von messbarem Staub und Ruß sind.

Stickoxide Nox:

Diese Gase können bei hohen Konzentrationen zur Erkrankung und bei kombinierten Einwirkungen mit anderen Schadstoffen zur Schädigung von Pflanzen führen.

Strahlungsverluste:

Verluste, die durch die Abstrahlung von Kessel, Boiler, Rohren und Ventilen an die Umgebung abgestrahlt werden, ohne dem Wärmeträger von Nutzen zu sein.

Unit:

Ist eine Brenenr/Kessel-Kombination, bei der diese beiden Komponenten hinsichtlich Energieausnutzung und Schadstoffminimierung bereits im Werk aufeinander abgestimmt werden. Die Regelung ist oft auch ein fester Bestandteil der Unit.

Wärmebedarf:

Wärme, die im Haus benötigt wird, um die Solltemperatur der beheizten Zone aufrecht zu erhalten.